Mehrgenerationenhäuser bauen Brücken: Mainz-Finthen zu Besuch in Biebrich
Im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen „Orte voller Leben – Orte, die verbinden“ besuchte eine zwölfköpfige Delegation des Mehrgenerationenhauses (MGH) Mainz-Finthen das MGH Biebrich. Ziel des Treffens war es, den Austausch über Stadt- und Landesgrenzen hinweg zu fördern und voneinander zu lernen.
MAINZ-FINTHEN - Bei strahlendem Wetter wurde auf dem Spielplatz des Nachbarschaftshauses gemeinsam gebastelt: Stoffreste wurden zu bunten Girlanden verarbeitet und in die Bäume gehängt – ein sichtbares Zeichen für die neu geknüpfte Verbindung zwischen den beiden Häusern. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik aus Wiesbaden und Mainz nahmen teil und unterstrichen die Bedeutung des Engagements für alle Generationen. Aus Mainz mit angereist waren neben den beiden Koordinatorinnen Annica Haryono und Andrea Stinner, der Ortsvorsteher von Mainz-Finthen Manfred Wahle und Jessica Kaloianis von der Stadtplanung Mainz.
Austausch über Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Die Begegnung bot Raum für einen intensiven Austausch über die unterschiedlichen Strukturen und Angebote der beiden Häuser. Während das Biebricher Haus mit vielen Hauptamtlichen, eigener Kita und großem Kursprogramm arbeitet, setzt das Mainzer Haus auf ein breites ehrenamtliches Engagement und kreative Angebote wie das z.B. Kulturspaziergänge, eine offene Bibliothek, einen Gemeinschaftsgarten, eine Boulebahn sowie vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote. Das Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Gonsenheim/Finthen kurz GOFI bietet in den Räumlichkeiten des MGHs regelmäßige Jugendtreffs an.
Gewinn für beide Seiten
„Das länderübergreifende Treffen der Mehrgenerationenhäuser war aus unserer Sicht ein voller Erfolg und ein Gewinn für unser Haus wie für das MGH in Biebrich. Die persönlichen Gespräche und das gemeinsame Erleben haben den Grundstein für eine enge Kooperation gelegt“, so die beiden Koordinatorinnen vom MGH Mainz-Finthen.
Ein Höhepunkt des Treffens war der Austausch von Gastgeschenken: Die Finther Delegation brachte kulinarische Spezialitäten, Pflanzen, ein selbst erstelltes Kochbuch und ein Poster mit Grußbotschaften mit. Die Biebricher überreichten ein Bild mit bunten Handabdrücken als Symbol für Vielfalt und Zusammenhalt.
Öffentliche Wahrnehmung für eine sichere Finanzierung
Gemeinsam ist beiden Häusern auch das Anliegen der Sicherung einer langfristigen Finanzierung ihrer Arbeit. „Diese Aktion war ein wichtiger Schritt, um langfristig die Finanzierung dieser bedeutenden Arbeit zu sichern. Nur wenn die Menschen vor Ort – und die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung – erleben, welche Angebote die Mehrgenerationenhäuser als Orte des Miteinanders bieten, können diese ihre Arbeit auch in Zukunft fortsetzen“, erklären die Koordinator:innen aus Biebrich und Mainz übereinstimmend.
Durch die gemeinsame Aktion und die öffentliche Wahrnehmung wird deutlich, wie wichtig die Mehrgenerationenhäuser für das soziale Miteinander und den Dialog zwischen den Generationen sind. Dies stärkt die Position der Häuser gegenüber Politik und Verwaltung und verbessert die Chancen auf eine nachhaltige Förderung.
Grundstein für weitere Zusammenarbeit gelegt
Beide Häuser sehen in der Begegnung einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige Zusammenarbeit. Weitere gemeinsame Aktionen wurden bereits geplant, etwa die Einladung der Biebricher zum Sommerfest nach Mainz. Ziel ist es, den Dialog zwischen den Generationen lebendig zu halten, voneinander zu lernen und das Gemeinschaftsgefühl in beiden Stadtteilen zu stärken.
Ihr Kontakt
Regionale Diakonie Rheinhessen
Mehrgenerationenhaus/Haus der Familie Mainz "Römerquellen-Treff"
Sertoriusring 31
55126 Mainz