Wer wir sind
Die Regionale Diakonie Rheinhessen gehört zur Regionale Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH und somit zur Evangelischen Kirche.
Wir nehmen sowohl sozialpädagogische Aufgaben in den Landkreisen und Städten als auch die übergreifenden diakonischen Aufgaben der evangelischen Kirchengemeinden wahr. In regionalen Gremien übernehmen wir Verantwortung und engagieren uns für die professionelle Weiterentwicklung von bedarfsgerechten Unterstützungsformen.
Mit mehr als 100 hauptamtlich und 80 ehrenamtlich Mitarbeitenden sind wir in der Region Rheinhessen engagiert für alle Bewohner:innen tätig.
Was bedeutet "Diakonie"?
Diakonie leitet sich von dem griechischen Wort "diakonia" ab und bedeutet "Dienst". Vorbild für die Diakonie der Kirche ist der Dienst Jesu an den Armen und Kranken, an den übersehenen und ausgestoßenen Menschen seiner Zeit. Seinem Vorbild haben Christ:innen zu allen Zeiten nachgeeifert und so den Dienst für Hilfebedürftige in der praktischen Hilfe für den Nächsten sichtbar werden lassen.
Diakonie setzt sich für Menschen ein, die am Rande der Gesellschaft stehen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen oder benachteiligt sind. Diakonie sieht sich als Anwältin der Schwachen und benennt öffentlich die Ursachen von sozialer Not gegenüber Politik und Gesellschaft. Diakonie leistet wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe und möchte Menschen darin unterstützen, ihr Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen.
Wir beraten, betreuen, begleiten und stärken Menschen in schwierigen Lebenssituationen, wenn die herkömmlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht mehr ausreichen, aktuelle Probleme und Fragen zu lösen. Dabei leiten uns das Recht auf Selbstbestimmung und der besondere Respekt vor der Kompetenz und der Verantwortung der betroffenen Menschen für ihr eigenes Leben.
Von der Geburt bis ins hohe Alter – wir nehmen den ganzen Menschen in den Blick. Im Zentrum unserer professionellen Arbeit steht dabei immer, Menschen zu stärken, ihnen Mut zu machen und Perspektiven aufzuzeigen.
Als wichtige soziale Akteurin in der Region vertreten wir die Überzeugung, dass alle Menschen die Fähigkeit haben, gesellschaftliche Entwicklungen mitzugestalten. So schaffen wir Orte der Begegnung und sichern den Rahmen für die Entwicklung guter Nachbarschaften und funktionierender Gemeinwesen.
Wir arbeiten zusammen mit unterschiedlichen Partner:innen, sind vielfach vernetzt in der Region sowie in Nachbarschaften, mit Kirchengemeinden und anderen Akteur:innen.
Wir fordern zu Toleranz und Solidarität auf und wirken mit an einer Gesellschaft, die die Ursachen von Not, Armut, Ausgrenzung und Benachteiligung erkennt und behebt. Dort wo Leistungsdenken, Individualisierung, Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit das Leben dominieren, geben wir der Gesellschaft ein menschliches Gesicht.
Wir achten die Würde jedes Menschen!
Im Zentrum unseres Handelns steht der Mensch als einzigartiges und mündiges Wesen. Wir setzen uns ein für seine Autonomie und die Bewahrung seiner menschlichen Würde. Dabei berücksichtigen wir die Individualität sowie die Ressourcen und die Fähigkeiten jedes Einzelnen. Wir sind für alle Menschen da, unabhängig von ihrer oder seiner Religiosität, Ethnie, Kultur, Alter, Behinderung und sexueller Orientierung.
Alle Menschen sind soziale Wesen, welche auf Beziehungen zu Mitmenschen und auf ein Leben in Gemeinschaft angewiesen sind. Störungen oder das Fehlen von Beziehungen können Ursache und Ausdruck seelischer Belastungen und psychischer Krisen sein.
Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, sein Leben in die eigenen Hände nehmen zu können.
Wir wertschätzen und respektieren uns gegenseitig.
Wir wollen
- eine solidarische, demokratische und sozial gerechte Gesellschaft, in der benachteiligte, erkrankte und in Not geratene Menschen nicht ausgegrenzt werden.
- uns einmischen und die Stimme dort erheben, wo es ungerecht zugeht und Menschen benachteiligt werden.
- mit unseren auf das Gemeinwesen orientierten, ambulanten und stationären Angeboten Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung fördern und sie dabei unterstützen, ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu führen.
- mit unserem sozialpolitischen Engagement aktiv und wirkungsvoll an der Verbesserung der sozialen Verhältnisse mitwirken.
- die Bedürfnisse aller Interessengruppen in den Blick nehmen und diese bei Interessenkonflikten sorgfältig auf der Grundlage unseres Selbstverständnisses gegeneinander abwägen.
- durch die ständige Überprüfung und Weiterentwicklung der Qualität unserer Arbeit die fachliche und persönliche Kompetenz aller Mitarbeitenden sichern.
Die Regionale Diakonie Rheinhessen tritt entschieden ein für eine offene und solidarische Gesellschaft. Die Mitarbeitenden engagieren sich Tag für Tag mit Ihrer Arbeit für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und gegen Ausgrenzung ein.
Gemeinsam rufen die Diakonie Deutschland und die Evangelische Kirche in Deutschland zu klarem Widerspruch gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus sowie jede Form von (gruppenspezifischer) Diskriminierung und ein aktives Eintreten für demokratische Werte und die Einhaltung von Menschenrechten auf.
Die rechtsextremen Ideologien dürfen sich nicht durchsetzen. "Wir müssen in einem breiten Bündnis von Demokratinnen und Demokraten dagegenhalten", so Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch. "Menschenverachtender Hass bedroht den Kern unserer Demokratie - die faire Teilhabe aller Menschen, unabhängig von Herkunft, Einkommens, Weltanschauung, Geschlecht oder Alter."
Werden Sie aktiv. Sprechen Sie miteinander, verabreden Sie sich – in Betrieben, sozialen Einrichtungen, Schulen, überall. Setzen Sie sich für demokratischen Werte ein. Gehen sie gemeinsam auf die Straße, machen Sie von Ihrem Wahlrecht gebraucht, engagieren sie sich für andere, in Menschenrechtsorganisationen und anderen Initiativen. Es gibt viele Möglichkeiten aktiv zu werden.
Demokratie ist niemals werteneutral! Zum Umgang mit dem Neutralitätsgebot
Eine funktionierende Demokratie braucht die Mitglieder der Gesellschaft um demokratische Werte zu leben und zu verteidigen. Sie lebt durch Menschen, die für Demokratie einstehen, die gestalten wollen und die sich für ein friedliches, respektvolles Miteinander einsetzen. Die Regionale Diakonie Rheinhessen sieht sich als Teil einer wichtigen Infrastruktur für soziale Teilhabe.
Neutralität im Sinne der Verfassung bedeutet parteipolitische Überparteilichkeit, nicht aber Wertefreiheit oder gar Positionslosigkeit. Die durch die Verfassung garantierte demokratische Grundordnung steht in untrennbarem Zusammenhang mit Menschenwürde, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit und den Grundrechten. Diese müssen in der Demokratie aktiv geschützt werden.
Ihr Kontakt
Regionale Diakonie Rheinhessen
Kaiserstraße 29
55116 Mainz
