Evangelischer Truck bringt viele beim CSD zusammen
„Glaube.Liebe.Laut.“ Mit diesem Dreiklang als Slogan ging die Evangelische Community Frankfurt, Offenbach und Rhein-Main auch in diesem Jahr mit einem Truck auf die Straße, als letztes Wochenende in Frankfurt Christopher Street Day (CSD) gefeiert wurde.
Der Truck kurz vorm Start der Demo durch die Innenstadt
FRANKFURT - Höhepunkt des CSD war wie immer die Demonstration am Samstag in der Frankfurter Innenstadt. Um 11 Uhr startete diese mit einer Kundgebung auf dem Römerberg. „Demokratie braucht keine Alternative“, lautete das Motto, das die Veranstaltenden für den 34. Frankfurter CSD gewählt haben.
Breites Bündnis für Toleranz, Vielfalt für Grundwerte und Solidarität mit der LGBTQIA+-Bewegung
Aus ersten Anfängen, lange Jahre war es maßgeblich die Evangelische Kirchengemeinde Frieden und Versöhnung im Frankfurter Gallus, die mit großer Flagge und einer Vielzahl an Beteiligten beim Frankfurter CSD dabei war, ist in den vergangenen Jahren ein breites Bündnis geworden. Die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach und die Diakonie Frankfurt und Offenbach waren gemeinsam mit der Regionalen Diakonie Hessen-Nassau, der Inneren Mission Frankfurt am Main, der Diakonie Hessen und den Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken dabei, als der Truck und eine Vielzahl von Mitlaufenden und -fahrenden loszogen, um ein Zeichen für die Rechte aller Liebenden zu setzen, egal, wen sie lieben, in aller vielfältigen Geschlechtlichkeit.
Aufgehoben sein in Kirche und Diakonie
„Diakonie ist täglich gelebte Nächstenliebe. Diese individuelle Freiheit, dieses individuelle „Menschsein gilt es zu bewahren – die Selbstverständlichkeit des Artikels 1 des Grundgesetzes gilt es da immer wieder in das kollektive Gedächtnis zu bringen; an Orten, wo dies auch gehört wird – zum Beispiel einem CSD." merkte Axel Noé, Leiter Kommunikation der Regionalen Diakonie Hessen-Nassau, im Vorfeld der Veranstaltung an
Robertino La Corte, Markenreferent der Diakonie Hessen, fügte einen weiteren bedeutsamen Aspekt hinzu: „Die Teilnahme am CSD ist auch für die Mitarbeitenden sehr wichtig. Die Kolleg:innen schätzen das Engagement für Respekt und Nächstenliebe. Es zeigt ihnen - und auch möglichen Bewerber:innen - dass sie bei der Diakonie gut aufgehoben sind."
Das Recht zu lieben.
„Der CSD feiert das Recht zu lieben. Und weil Liebe ein Herzstück unseres Glaubens ist, feiern wir als Kirche gerne mit. Es ist schön zu erleben, wie viele Menschen an diesem Tag in Frankfurt zusammenkommen und zeigen, dass wir uns als Stadtgesellschaft nicht spalten lassen, sondern gemeinsam für Menschenwürde, Gleichberechtigung und ein friedliches Miteinander auf die Straße gehen." betonte Holger Kamlah, Evangelischer Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach.
Ob Diakonie oder Kirchengemeinden, die Beteiligten sind sich einig, „evangelisch" steht für Offenheit, Toleranz und für Respekt allen Menschen gegenüber. Sie treten auf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung sowie für die Werte des Grundgesetzes. Die beteiligten Organisationen machten deutlich, dass sie Orte sein möchten, an denen Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität willkommen sind und Wertschätzung erfahren.